Wurmkuren

Würmer sind Endoparasiten und leben im Körper eines Wirtes also im Inneren einer Katze bzw. wenn wir nicht aufpassen, im Inneren eines Menschen. Sie ernähren sich dort vom Blut des Wirtes und entziehen dem Körper wichtige Nährstoffe.

Tierärzte und Experten raten an, Katzen regelmäßig zu entwurmen, um die Wurmpopulation gering zu halten.

Die wichtigste Frage zuerst:

Kann ich mich bei meiner Katze mit Würmern anstecken?

Grundsätzlich kann man „Ja“ sagen und deshalb ist es sehr wichtig sich mit diesem wichtigen (wenn auch gleich ekligen) Thema auseinander zu setzen. Denn Unwissenheit schützt nicht vor einer Ansteckung!

Wie weiter unten beschrieben, durchlaufen Würmer verschiedene Entwicklungsstadien im Körper einer Katze. Nach vier Wochen ist diese Entwicklung abgeschlossen und jeder ausgewachsener Wurm kann im Inneren unserer Katze weitere Eier legen. Es ist ein unendlicher Kreislauf und im Katzenkörper entwickelt sich eine unendliche Menge an Würmern, die wenn sie auf verschiedene Weise ausgeschieden werden andere Lebewesen und auch uns mit Würmern anstecken können.

Beim schmusen mit unserer Katze können wir uns am Maul der Katze mit mikroskopisch kleinen Wurmlarven anstecken oder beim reinigen der Katzentoilette können wir uns mit Wurmeiern vom Kot einer Katze infizieren.

Von uns unbemerkt kann es in unserem Körper zu einer Wurm-Infizierung kommen und unter Umständen zu Schädigungen an unseren Organen sowie Nerven führen.

Wir brauchen aber keine Angst zu haben und können ganz unbeschwert mit unseren liebgewonnenen Katzen zusammen leben, wenn wir ein paar Regeln befolgen. Im nachfolgenden Text habe ich mich über dieses wichtiges Thema „Wurmbefall bei Katzen“ informiert und wichtige Fragen geklärt.

Grundsätzlich sollte sich jeder Katzenbesitzer informieren, regelmäßig seine Tiere entwurmen sowie gewisse Hygienemaßnahmen einhalten und ein unbeschwertes Zusammenleben mit unseren Fellnasen steht nichts im Weg.

Sollte man auch eine Wohnungskatze entwurmen, obwohl sie keinen Freigang hat?

Wir sind in diesem Fall die Übertragungswirte. An unseren Schuhen haften allerlei Dinge wie z.B. Bakterien aber auch Wurmeier. Diese Wurmeier gelangen durch unser Schuhwerk mit in unsere Wohnungen. Zufällig werden mikroskopisch kleine Wurmeier oral von unseren Stubentigern aufgenommen und die Infizierung nimmt seinen Lauf.

Freigänger können sich auf verschiedene Weisen infizieren.

An erster Stelle steht bei Katzen mit Freilauf der natürlicher Infizierungsweg, durch das Jagen bzw. Verspeisen von Beutetieren wie z.B. Mäusen, Ratten, Nagetieren, Vögeln oder Flöhen bzw. Zecken.

Durch das Umherstreichen in der Natur können sich Freigänger auf verschiedene Weisen mit Magen-Darm-Parasiten infizieren. Schon alleine das Beschnuppern von ausgeschiedenen Kot von anderen Tieren oder anderen Katzen können Freigänger mit Larven oder Eier infizieren. Jedes einzelne „Häufchen“ kann eine Wurm-Quelle sein und zu einer erneuten Ansteckung führen, da man Tiere nicht prophylaktisch vor Würmern schützen kann.

Was für Magen-Darm-Würmer können Katzen befallen?

  • Hakenwürmer

  • Fuchsbandwurm

  • Bandwurm

  • Spulwurm

!!! Alle aufgeführten Wurmarten können von der Katze auf den Menschen übertragen werden !!!


Was ist so gefährlich an Magen-Darm-Würmern?

Ist eine Katze mit Würmern infiziert, können Würmer der Katze Nährstoffe und Blut entziehen, Gewebeschädigungen und auch Entzündungen in Darm, Leber und Lunge können weitere Schädigungen von Wurmbefall sein. Die Magen-Darm-Parasiten können zu gefährlichen, gesundheitlichen Schädigungen führen und bei jungen Katzen oder vor erkrankten Tieren sogar bis hin zum Tode.

Wie entwickeln sich Magen-Darm-Parasiten?

Die Entwicklungsstadien vom Ei - zur Larve – zum Wurm dauern ca. vier Wochen.

  • Die meisten Katzen infizieren sich durch das Fressen von infektiösen Beutetieren oder durch die Aufnahme von mikroskopisch kleinen Wurmeiern aus der Umwelt.

  • Im Magen-Darm-Trakt der infizierten Katze schlüpfen Larven aus den Wurmeiern und dringen in die Magen-Darmwänden ein.

  • Die Larven wandern durch die Leber.

  • Danach wandern sie über das Blut in die Lunge, wo sie abgehustet und wieder herunter geschluckt werden.

  • In Dünndarm entwickeln sich aus den Larven die eigentlichen Würmer und der Kreislauf setzt sich fort. Die Würmer produzieren wieder Eier.

  • Manche Wurm-Larven gelangen in die Muskulatur und kapseln sich dort ein. Bei einer Trächtigkeit werden sie durch entsprechende Hormone wieder aktiviert und über die Muttermilch an die Kitten weitergegeben.

Woran erkenne ich, dass meine Katze eventuell an Würmern erkrankt ist?

  • schlechter Allgemeinzustand

  • Durchfall

  • Erbrechen

  • stumpfes Fell

  • aufgeblähter Bauch

  • Juckreiz am After

  • vermehrtes, nervöses Fell lecken

  • Gewichtsverlust

  • Blutarmut

  • Entzündungen in Darm, Leber, Lunge

Wie oft sollte eine Katze entwurmt werden?

Auch hier gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Eine Entwurmung sollte sich nach den Alter, gesundheitlicher Zustand sowie den Lebensumständen einer Katze richten und kann nicht pauschalisiert werden.

  • Schon kleine Katzen-Welpen sollten in regelmäßigen Abständen entwurmt werden, um ihnen eine optimale Entwicklung zu ermöglichen. Kitten können sich über die Muttermilch mit sogenannten Haken-Würmern infizieren. Es wird von daher angeraten ab der 3. Lebenswoche alle 2 Wochen bis 14 Tage nach dem Absetzen der Muttermilch ein Katzen-Welpen zu entwurmen

  • Es wird von den meisten Tierärzten empfohlen eine Freigänger-Katze 4 mal im Jahr, also jedes Quartal gegen alle wichtigen Wurmarten zu entwurmen, da sie ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben.

  • Tierärzte empfehlen auch Wohnungskatzen 2 mal im Jahr zu entwurmen, da eine Ansteckungsgefahr zwar minimiert sei, jedoch nicht ausgeschlossen werden kann.

  • Bei starkem Floh- bzw. Zeckenbefall sollte ebenfalls eine Wurmkur das Risiko des Wurmbefalls minimieren, da Flöhe bzw. Zecken Überträger von Wurmeier sind.

  • Kontakte zu anderen Tieren erhöht ebenso das Ansteckungsrisiko.

  • Wenn Kinder, Schwangere oder Risikopatienten mit im Haushalt leben, ist ein regelmäßiges Entwurmen unabdingbar.

Wurmkuren für Katzen

Es handelt sich bei einer Wurmkur um ein verschreibungspflichtiges Medikament und ist in verschiedenen Formen beim Tierarzt erhältlich:

  • als Spot-On Präperate,

  • als Tablette oder

  • als Paste.

Die Dosierung ist vom Alter bzw. Gewicht abhängig und muss individuell ermittelt werden.

WICHTIG: Selbstverständlich kann es je nach Präparat auch zu Nebenwirkungen kommen.

Wie lange wirken Wurmkuren?

  • Wurmkuren wirken nur punktuell und haben keinen prophylaktischen Effekt.

  • Sie wirken ca. 24 Stunden und töten so gut wie alle Entwicklungsstadien wie Eier, Larven sowie Würmer ab.  

  • Keine Wurmkur schützt 100 Prozentig.

  • Eine Wurmkur schützt nicht vor einer Neuansteckung sondern beseitigt lediglich die vorhandenen Würmer und ihre Entwicklungsstadien.

  • Eine regelmäßige Entwurmung minimiert das Ansteckungsrisiko.

GUT zu WISSEN:

  • Um nicht gleich zur Chemiekeule, sprich einer Wurmkur zu greifen, kann man durch eine Kotprobe einen Wurmbefall feststellen und eventuell die Wurmart bestimmen lassen. Hier kann man dann eine zielgerichtete Wurmkur gegen die vorhandenen Magen-Darm-Parasiten geben. Um eine Kotprobe analysieren zu lassen sammeln Katzenbesitzer drei Tage lang kleine Kotmengen um eine Wurmpopulation zu ermitteln. Wer Interesse an diesem Ermittlungsverfahren hat, sollte den Tierarzt seines Vertrauens ansprechen.

  • Je gesünder das Magen-Darm-Milieu einer Katze ist, desto schwieriger können sich Parasiten ansiedeln.

  • Die Fellpflege und die regelmäßige Kontrolle auf Fellparasiten tragen zur Gesundheit unserer Fellnasen bei.

  • Schlaf und Ruheplätze sollten regelmäßig gereinigt und wenn möglich gewaschen werden.

  • Ebenso geben uns das regelmäßige reinigen der Katzentoilette sowie das Kontrollieren der   Ausscheidungen von Kot und Urin Auskunft über den Gesundheitszustand unserer Katzen.

  • Auch ist das tägliche Reinigen von Wasser- und Futternäpfen überaus wichtig und tragen zur Gesunderhaltung bei.

  • Regelmäßiges Händewaschen schützt uns selber!

Alternativ zur Wurmkur geben manche Katzenbesitzer ihren Katzen sozusagen Prophylaktisch:

  • Kaltgepresstes Kokosöl ins Fell bzw. kleinste Mengen mit ins Futter. Das Kokosöl soll sich positiv auf die Darmflora auswirken und Parasiten abwehren. Hierbei kann man täglich dem Futter ¼ bis 1/2 Teelöffel Kokosöl beimengen.

  • Die Wirksamkeit von Alternativen Hausmitteln ist wissenschaftlich nicht bestätigt.

Bei einem akuten Wurmbefall sollte jedoch immer ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

Flöhe und Katzen

Flöhe gehören zu den externen Parasiten bei Katzen und sind die häufigste Flohart in Deutschland. Die Anzahl an Katzenflöhen ist in der Natur am größten und so können sich besonders leicht Freigänger an Flöhen in den warmen Sommer- sowie Herbstmonaten infizieren. Die meisten Flöhe sterben in der Natur durch den Einzug  der kalten Jahreszeit des Winters und den damit verbundenen Frost ab. Im warmen Klima unserer Wohnungen hingegen können sich die Insekten das ganze Jahr über vermehren.

Wissenswertes über den Katzenfloh

  • Ein Katzenfloh kann man mit bloßen Auge gut erkennen da er 1,5 bis 4,5 Millimeter groß ist.

  • Der Körper eines Flohes ist braun bis rotbraun und hat sechs Beine. Die Hinterbeine sind länger und kräftiger ausgebildet als seine Vorderbeine.

  • Durch seine kräftigen Hinterbeine ist der Floh  in der Lage, bis zu 25 Zentimeter weit zu springen obwohl er keine Flügel besitzt.

  • Flohweibchen legen bis zu 50 Eier am Tag, aus dem nach wenigen Tagen ein bis zwei Millimeter lange Larven schlüpfen, die sich im Laufe ihrer Entwicklung verpuppen. Nach drei bis fünf Wochen schließlich schlüpfen aus den 5 Millimeter großen Puppen  die erwachsenen Katzenflöhe.

  • Katzenflöhe kommen bei uns in freier Natur vor und können jedoch auch durch eingeschleppte Floheier und Flohpuppen  in eine Wohnung gelangen und sich dort durch das warme Wohnungsklima weiterentwickeln. So können auch reine Wohnungskatzen, die niemals das Haus verlassen haben, von Katzenflöhen betroffen sein.

  • Ein Katzenflohs ernährt sich vom Blut einer Katze. Ein Katzenfloh kann aber auch andere Tiere befallen, wiez.B. einen Hund, und sogar uns Menschen. Charakteristisch für einen Flohbiss ist eine ganze Reihe von benachbarten Einstichen auf der Haut, die stark jucken.

  • Unter optimalen Bedingungen kann ein Katzenfloh bis zu vier Monate leben.

Woran erkenne ich, dass meine Katze Flöhe hat?

Ein Anzeichen eines Flohbefalls bei einer Katze ist ein unruhiges Verhalten bei dem die Katze sich auffallend oft beißt sowie kratzt. Je nach Katzenrasse kann man manchmal sogar einen Katzenfloh mit bloßem Auge erkennen, oftmals sind sie jedoch schwer zu entdecken, da sie sich überwiegend auf der Haut unter der dicken Unterwolle eines Tieres leben. Ein gründliches auskämmen des Katzenfelles mit einem speziellen Flohkammes bringen gewißheit über einen eventuellen Befall.  Hierbei würde man bei einem Befall den Flohkot, der sich als kleine schwarze Krümmel zeigt, aus dem Fell kämmen können. Mit Hilfe eines feuchten, weißen Tuches kann man die schwarzen Krümmel aufwischen und würden sich die schwaarzen Krümmel rot bzw. rotbraun verfärben, dann hätten Sie die Gewissheit, dass Ihr Tier einen Flohbefall hat. Diese Rotfärbung entsteht durch die Ausscheidung von unverdauten Blut. Sie sollten schnell handeln und Ihre katze sowie Ihre Wohnräume behandeln um ein Ausbreiten zu verhindern.

Die Katze hat Flöhe - was nun?

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Katze tatsächlich Flöhe hat, dann ist schnelles handeln angesagt. Zum einen muss die Katze von den Flöhen befreit werden und zum anderen müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Wohnung flohfrei wird. Dabei sollten Sie sehr gründlich vorgehen.

Wenn Katzenflöhe festgestellt werden, sollte man schnell handeln. Denn durch die hohe Vermehrungsrate der Insekten wird das Problem mit jedem Tag größer. Je mehr Zeit bis zum Beginn der Behandlung bei akutem Flohbefall vergeht, desto größer ist die Belastung für die Katze. Außerdem kann sich auch der Aufwand erhöhen. Auf dem Markt gibt es viele bewährte und auch neu entwickelte Präparate und Hilfsmittel, um Katzenflöhe zu bekämpfen. Weil sich die blutsaugenden Insekten zudem an den Liegeplätzen der Katze halten können, muss man sie ebenfalls an diesen Orten bekämpfen. Nur so wird vermieden, dass sich die Katze erneut Katzenflöhe zuzieht.

Die Katze von Flöhen befreien

Bei leichtem Flohbefall behandeln Sie Ihre Katze mit einem SpotOn-Präparat, dass auf die Haut der Katze aufgetragen wird, z.b. FRONTLINE für Katzen oder ADVANTAGE.

Ist der Flohbefall stärker, hilft nur der Gang zum Tierarzt. Dieser kann Ihnen wesentlich stärkere Flohmittel mitgeben, als die im freien Handel erhältlichen. Er kann Ihnen nach Begutachtung der Stärke des Flohbefalls auch dazu raten, zur Beseitigung der Flöhe und Floheier in Ihrer häuslichen Umgebung einen professionellen Schädlingsbekämpfer um Hilfe zu bitten.

Da Flöhe auch Würmer übertragen können sollte die Katze einer Wurmkur unterzogen werden.

Die Umgebung Floh frei bekommen

Die Wohnumgebung behandelt man am besten mit einem Flohspray, ggf. können Sie zusätzlich einen Vernebler einsetzen.

Ein einziger Floh kann täglich bis zu  30 Eier legen. Die frisch geschlüpften Flöhe verteilen sich in der gesamten Umgebung. Deshalb ist es wichtig, ALLE Stellen, an denen sich Floheier befinden könnten zu behandeln. Vorzugsweise legen Flöhe ihre Eier auf Haustextilien ab, vor allem in Bereichen, wo sich Ihre Katze häufig aufhält.

Sollten in Ihrem Haushalt auch Hunde leben, müssen diese ebenfalls mit einem speziellen Flohmittel für Hunde behandelt werden.

Bitte behandeln Sie Ihre Katze niemals mit einem Flohmittel, das für Hunde vorgesehen ist. Es kann Wirkstoffe enthalten, das der Organismus der Katze nicht verarbeiten kann und im schlimmsten Fall für die Katze tödlich sein kann.

Flöhen bei Katzen vorbeugen

Einen guten Flohschutz erhalten Sie mit der vorbeugenden Verwendung eines SpotOn-Mittels. Es sorgt dafür, dass sich die kleinen Plagegeister erst gar nicht auf Ihrer Katze ansiedeln.

Auch ein Flohhalsband leistet gute Dienste. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass das Halsband über einen Sicherheitsverschluss verfügt, der sich öffnet, wenn Ihre Katze draußen irgendwo damit hängenbleibt. Das Zecken- und Flohhalsband von beaphar hat zum Beispiel einen solchen Sicherheitsverschluss.


Im Haushalt ist Hygiene oberstes Gebot zur Floh-Vorbeugung. Regelmäßiges Staubsaugen und häufiges Waschen der Heimtextilien hilft hier schon sehr.