Rasseinformation

Die Neva Masquarade ist eine faszinierende Naturrasse Katze und erobert durch ihr Erscheinungsbild, ihren blauen Augen sowie ihrem einzigartigen Charakter die Herzen vieler Katzenfreunde.

Die Neva Masquarade ist die Pointvariante der Russischen Nationalkatze und wurde in Sankt Petersburg am Fluss Neva entdeckt und gezielt in die Sibirische Katzenzucht eingebunden. Die Sibirische Katze ist eine natürlich entstandene, Halblanghaar Katzenrasse die sich ohne züchterischen Bemühungen durch die extreme Selektion der russischen Natur entwickelt hat.  Seit 1992 ist die Sibirische Katze mit ihrer Maskenvariante der Neva Masquarade offiziell von der World Cat Federation anerkannt und erfreut sich seitdem, an immer größer werdender internationalen Beliebtheit.

Das Erscheinungsbild einer sibirischen Katzen

Die Sibirische Katze sowie die Neva Masquarade ist eine Naturkatzenrasse, die durch die extreme Selektion der Natur, robust und gesund ist. Die äußeren und körperlichen Eigenschaften der Sibirische Katze ist an das kalte Klima angepasst. Die Nationalkatze Russlands streift mit ihrem langen, wasserabweisenden Fell durch die kältesten Regionen der Natur und durch ihre Instinkte ist sie eine wahre Überlebenskünstlerin. Ursprünglich wurden sie zur Kontrolle der Nagetierplage auf Farmen und Geschäften gehalten. Diese halblanghaar Katzenrasse zählt zu den Spätentwicklern und so brauchen sie mitunter 3-4 Jahre bis sie ihre volle Körpergröße erreicht haben sowie ihre Haarpracht in ihrer endgültigen Länge ausgebildet ist.  Das Gewicht von den Katern variiert zwischen 4,5 bis 8,o kg wobei Kätzchen ein Körpergewicht zwischen 3,0 bis 6,0 kg erreichen können.-

  • Sibirier sind mittelgroße Katzen mit einem muskulösen, eher runder wirkenden  Körper.
  • Das Fell aller Waldkatzen wird im Winter besonders dicht. Sie bekommen ein üppiges Unterfell um der Kälte zu trotzen.
  • Ihr Fell wirkt sehr seidig, dass trotz ihres Haarvolumens jedoch eher selten zu Verffilzungen neigt.  
  • Das Unterfell hat einen leichten Ölffilm, den alle Waldkatzenrassen als Nässeschutz haben. An den äußeren Leithaaren läuft der Regen so gut ab, dass das Fell nicht komplett durchnässt werden kann.
  • Reine Wohnungskatzen bilden aber in den geheizten Räumen nicht immer ihr komplettes Winterfell aus. Bei ihnen ist der Fellwechsel nicht ganz so stark, da die äußeren Kältereize fehlen.  
  • In den warmen Sommermonaten verliert die Sibi vor allem das dichte Unterfell und präsentiert sich nicht mehr so voluminös in ihrer Haarpracht.  
  • So erscheint eine Sibi im luftigen Sommerfell im Vergleich zu ihrem üppigen Winterfell wie eine ganz andere Katze.  
  • Die Sibirischen Katzen ziert ein prächtiger Pelzkragen. Dieser schützt sie nicht  nur vor den Elementen, sondern verleiht ihr auch ein glamouröses Aussehen.
  • Auch an den Hinterbeinen, den sogenannten „Hosen“, sind die Haare besonders lang.  
  • Im Winter können sich die Sibirischen Katzen mit ihrem buschige Schwanz, einrollen und zudecken. Er dient ihnen als zusätzlicher Kälteschutz.
  • Ihre großen, runden Pfoten sind mit Haarbüscheln zwischen den Zehen ausgestattet, den „Schneeschuhen“.  
  • Die mittelgroßen Ohren sind auch sehr dicht behaart und sollten „Luchspinsel“ aufweisen.


Charakter einer Neva

Die Neva ist eine gesellige Wohnungskatze, die trotz ihrer edlen Erscheinung ein gewisses Maß an Temperament besitzt. Sie ist anhänglich und verspielt, aber nicht aufdringlich. Sie wartet auf ihre Besitzer (wie ein kleiner Hund) und begrüßt sie glücklich, wenn sie wieder zu Hause sind. Allerdings braucht sie Raum, Platz sowie einen standfesten Kratzbaum, um sich auszutoben und ihren Bewegungsdrang auszuleben. Durch ihre recht hohe Intelligenz benötigt eine Sibirische Katze Beschäftigungsmaterial, damit sich eine Neva/Sibi nicht langweilt. Sie sucht die Nähe zum Menschen, folgt ihm überall hin und sie liebt ihre Familie. Für die tägliche Spielstunde sollten sich die Besitzer Zeit nehmen, selbst wenn mehrere Katzen gehalten werden, genießt eine Neva/Sibi die gemeinsame Spielzeit mit ihrem Besitzer. Nevas und Sibis sind sehr liebevoll und auch zu Kindern entwickeln sie ein sehr inniges Verhältnis. Sie passen sich den familiären Umständen an. Wer sich in die Neva Masquarade verliebt, behauptet, das diese Katzenrasse süchtig macht! Wer einmal einer Sibirischen Katze/Neva Masquarade verfallen ist, kommt nicht mehr von ihr los. Die Neva Masquarade, aber auch die Sibirische Katze, sind Katzenrassen die sich über eine immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen.



Die Farbenvielfalt bei den Nevas

Die Maskenkatze Neva Masquarade hat Points im Gesicht und dunkle Zeichnung an den Ohren, an den Beinen und am Schwanz. Die Farb- und Muster Points der Neva Masquarade sind umfangreich: Seal, Blue, Red, Cream und Tortie, alle Farben auch als Tabby, Bicolour und Mitted. Die Augenfarbe ist immer blau, sie variiert jedoch in verschiedenen Farbnuancen. Das Fell an der Halskrause sollte besonders üppig und lang sein, ebenso an den Hinterbeinen, den sogenannten Hosen. Auch der Schwanz ist lang behaart und buschig. Als Mitted-Variante besitzen Nevas weiße Pfötchen. Der Standard lässt immer noch viel Spielraum für die Farb- und Muster-Kombinationen in der Zucht.



Points in allen Formen und Farben

Die Neva Masquarade wird in Colourpoint, Mitted und Bicolour gezüchtet.
Die Bicolour hat, wie der Name sagt, zwei Farben. Diese Variante hat eine weiße Gesichts-Maske in Form eines umgedrehten „V“, das in der Größe variieren darf. Wünschenswert ist aber eine gleichmäßige Zeichnung, dessen Kontur vom Unterkiefer beginnend, schräg über die Augen und in einen spitz zulaufenden Winkel auf der Stirn endet. Dabei sind das Kinn, die Brust, die Unterseite vom Bauch und die Pfoten immer weiß. Die Rückendecke ist farblich geschlossen, darf jedoch auch weiße Flecken zeigen.

Die Colourpoint hat eine hellere Körperfarbe mit den typischen Points, die wie bei einer Siamkatze dunklere Abzeichen im Gesicht, an den Ohren, am Schwanz und an den Beinen zeigen.  

  • seal-point: schwarz/braune Grundfärbung der Points, ohne Zeichnung.
  • seal-tabby-point: schwarz/braune Grundfärbung der Points mit Tabby-Zeichnung (Streifen) in den Points.
  • seal-torbie-point: schwarz/rote Points mit Tabbystreifen.
  • blue-point: die schwarze Grundfarbe wird hier zu „blau“ verdünnt und zeigt sich gleichmäßig im Point der Katze.
  • blue-tabby-point: blaue Points mit Tabby-Zeichnung (Streifen) in den Points.
  • red-point: intensive rote Grundfarbe in den Points.
  • creme-point:  „Creme“ wird die Verdünnung von rot bezeichnet, sie wirken besonders hell.

Die Mitted Variante (engl. für „Fausthandschuh“) ist in den erlaubten Farben genauso gefärbt. Sie hat aber ein weißes Kinn, „weiße Handschuhe“ an den Vorderläufen und „weiße Stiefel“ an den Hinterbeinen, deren Weißanteil gleichmäßig verteilt sein sollen. Dazu ist ein weißer „Bauchstreifen“ bis zum Schwanzansatz gewünscht. Als Mitted darf die Neva Masquarade einen weißen, möglichst geraden Strich auf der Nase bis zwischen die Augen oder ein weißes „Sternchen“ auf der Stirn haben. Doch die Natur bringt auch häufig eine individuelle Weißverteilung hervor.




Pflegeleichte Schönheiten

Eine Neva schafft es normalerweise allein, ihr üppiges Fell zu pflegen. Ihre Besitzer sollten jedoch regelmäßig das Fell nach Verknotungen absuchen und sie eventuell vorsichtig lösen. Wird die Katze nur in der Wohnung gehalten, reicht ein gelegentliches Auskämmen. Hat eine Katze Freilauf, sollte das Fell öfters kontrolliert werden, weil auch Kletten oder andere Mitbringsel im Haar hängen bleiben können, was mitunter zu Verknotungen führen könnte. Beim Fellwechsel wird das üppige Winterfell größtenteils abgestoßen und die Besitzer sollte öfter die tote Unterwolle auskämmen. Es ist zu bedenken, dass alle Katzenhaare die nicht ausgekämmt werden anschließend durch das putzen verschluckt werden und im Katzenmagen landen bzw. in der Wohnung.