Der große Tag...

Eingewöhnung in ein neues Zuhause

Ein Kitten zieht ein...

Sie sind bestimmt voller Vorfreude und können es kaum noch abwarten bis Ihr Kätzchen endlich bei Ihnen einzieht. Bis es so weit ist, sollten Sie die Zeit nutzen um die Grundausstattung anzuschaffen Ihre Wohnung Katzen sicher machen, damit sich Ihr Kitten wohl fühlt. Hierzu haben wir Ihnen auf unserer Website dementsprechende Seiten zusammen gestellt damit Sie sich informieren können.

Hinweis: Wenn Ihnen der Tag des Einzugs ihres Kitten bekannt ist, dann sollten Sie sich nach Möglichkeit ein paar Tage Urlaub nehmen oder zu mindestens ein verlängertes Wochenende, damit Sie sich fürsorglich um Ihr neues Familienmitglied kümmern können. Eine Neva Masquarade benötigt gerade in der ersten Zeit viel Aufmerksamkeit und sollte nach Möglichkeit in der ersten Woche nicht alleine gelassen werden, damit sich Vertrauen und eine Katzen-Mensch-Bindung aufbauen kann.

Eine wichtige Überlegung die Sie sich im vor hinein machen sollten ist...

In welchen Raum soll die kleine Fellnase die erste Zeit verbringen? Sie sollten einen ruhigen Raum wählen indem Sie die Ankunft des Kitten vorbereiten indem Sie...

  • eine Katzentoilette aufstellen

  • einen Futterplatz mit Wasser und Futter einrichten

  • eine Schlafmöglichkeit wie z.B. ein Kuschelnestchen aufstellen.

Der Raum für die Eingewöhnung wird ein wichtiger Rückzugsort für das Kitten sein, indem es sich auch im späteren Leben bei z.B. zum schlafen oder bei Unsicherheit zurück ziehen wird. Deshalb sollten Sie den ersten Raum mit Bedacht auswählen.

Hinweis: Überfordern Sie ihr neues Familienmitglied nicht, indem Sie das Kitten in der gesamten Wohnung herum laufen lassen und sich selbst überlassen. Begrenzen Sie die Räumlichkeiten und erweitern Sie die Aufenthaltsmöglichkeiten nach und nach. Erst wenn sich ein Kitten völlig sicher und selbstbewusst in einem Raum bewegt, dann sollte man ihm neue Räume zum erkunden anbieten, bis es die ganze Wohnung kennengelernt hat und sich überall auskennt.

Der große Tag ist gekommen...

Für alle Beteiligten ist der Tag des Einzuges ein sehr aufregender Tag. Je besser Sie alles vorbereitet haben, desto entspannter kann der Tag beginnen.

Ruhige Atmosphäre schaffen...

Wenn Sie mit Ihrem neuen Familienmitglied nach Hause kommen, dann sollten Sie die Transportbox in einem ruhigen Raum auf dem Fußboden abstellen und die Tür öffnen.

Jetzt kommt der schwierigste Teil der Eingewöhnungsphase...

Sie müssen ABWARTEN!!! Das Kitten gibt die Geschwindigkeit an. Je nach Persönlichkeit und Temperament der kleinen Fellnase kann es einige Zeit dauern bis das Kitten die Transportbox verlässt und die ersten Schritte in sein neuen Lebensabschnitt macht.

Hinweis: Lassen Sie unbedingt die Box an der Stelle stehen, wo Sie die Transportbox als erstes hingestellt haben. Die Box stellt für ein Kitten in der Eingewöhnungszeit eine zentrale Stelle  dar und bietet dem Kätzchen ein wichtigen Schutzraum an. Die Transportbox ist ein Ort der Sicherheit bzw. ein Rückzugsort indem sich das Kitten bei Angst bzw. Gefahr schnell wieder verstecken kann.

Wichtig zu Wissen: Es ist nicht vorhersehbar für einen Züchter, die sich ein Kitten in der neuen Familie verhält und wie lange die Eingewöhnungszeit dauert.

Entspannen Sie sich...

Setzen Sie sich entspannt in die Nähe des Kitten und lassen Sie dem Kätzchen Zeit. Trinken Sie eine Tasse Kaffee oder Tee, lesen Sie eine Zeitung und signalisieren Sie, dass alles in Ordnung ist. Je ruhiger und entspannter Sie sind, um so entspannter wird Ihr Kitten sein. Warten Sie ab bis das Kitten sich aus der Box heraus traut und die neue Umgebung erkundet.

Ihr Kitten kommt nicht aus der Transportbox...

Sie haben nun zwei Möglichkeiten:

  1. Gehen Sie eine Weile aus dem Raum und lassen Sie ihrem Kätzchen Zeit um sich alleine auf den Weg zu machen und die neue Umgebung ungestört zu erkunden. Schauen Sie nach ca. einer Stunde nach der kleinen Samtpfote und mit ein wenig Glück können Sie das Kitten beim Erkunden des Raumes erleben. Setzen Sie sich auf den Fußboden und sprechen Sie mit ruhiger Stimme mit Ihrem Kätzchen, damit sich das Kitten an Ihre Stimme gewöhnen kann. Denken Sie bitte daran, dass die Trennung von der Katzenmutter sowie der Trennung aus der gewohnten Umgebung durchaus Ängste hervor rufen kann.

  2. Versuchen Sie den Spieltrieb des Kätzchen zu wecken. Nehmen Sie eine Spielangel und versuchen Sie das Kätzchen durch eine positive Ablenkung aus der Transportbox herauszulocken. Lassen Sie aber unbedingt die Transportbox offen als Rückzugsort stehen, damit es bei Unsicherheit wieder hinein gehen kann.

Vermeiden Sie einen großen Fehler...

Auf gar keinen Fall greifen Sie einfach in die Transportbox und holen das Kitten aus der Box. In der Eingewöhnungszeit legen Sie den Grundstein für die Katzen-Mensch-Beziehung diese sollte auf Vertrauen, Respekt und Fürsorge aufgebaut sein.

Vertrauen: Das Kitten kann ihnen Vertrauen. Sie tun nichts, was das Kitten nicht will. Sie gehen liebevoll mit Ihrem Kätzchen um und geben ihn Streicheleinheiten, wenn es das Kitten gerne möchte. Lesen Sie die Körpersprache des Kitten und machen Sie nichts, was das Kitten nicht will.  Gemeinsame Spielzeit stärkt das Vertrauen und baut eine Beziehung auf.

Respekt: Sie respektieren die Wünsche der kleinen Samtpfote. Das Kitten gibt den Ton an und sagt z.B. wann es müde ist, wann es kuscheln möchte. Sie stellen ihre eigenen Wünsche zurück und gehen auf die Bedürfnisse des Kätzchen ein.

Fürsorge: Sie übernehmen die Verantwortung für ein Lebewesen. Verpflegen es Artgerecht und pflegen das Kitten. Kümmern sich in allen Lebenslagen um die kleine Samtpfote und achten auf das Wohlbefinden und nehmen regelmäßige Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt war.

Wichtig:

  • Der Transportbox „gehört“ der kleinen Samtpfote und wird als Rückzugsort von uns respektiert. Sie werden das restliche Katzenleben mit Ihrem neuen Familienmitglied verbringen und müssen dem Kitten so viel Zeit, die es für die Eingewöhnung benötigt, gönnen.

  • Auch wenn alle auf Ihr neues Familienmitglied neugierig sind, vermeiden Sie unbedingt in der Eingewöhnungszeit BESUCH. Ihr Kitten muss sich in dem neuen Zuhause erst einmal zurecht finden. Es sind eine Vielzahl von neuen Gerüchen, Geräuschen, Stimmen, Personen, Räumlichkeiten, eventuell neue Haustiere usw. was die kleine Katze bewältigen muss. Es wäre eine totale Überforderung, wenn sie nun von einer Hand in die nächste gereicht werden würde, weil das Kitten noch so klein und süß ist. Gönnen Sie unbedingt Ihnen und Ihrem Kitten die Zeit der Eingewöhnung.

Nehmen Sie sich Zeit...

  • Verbringen Sie gemeinsam viel Zeit und seien Sie ein guter Freund für Ihre kleine Fellnase und zeigen Sie dem Kitten, dass es nicht alleine ist. Ein Neva Masquarade sowie eine Sibirisches Kitten benötigt viel Aufmerksamkeit, Nähe und Geborgenheit. Im neuen Zuhause fühlt sich das Kitten alleine und versteht die Welt nicht mehr, da keine Katzenmama und Geschwister mehr bei ihm sind. Es kann sein, dass es in den ersten paar Tagen sehr unruhig oder zurück gezogen wirkt und viel „mautzen“ wird, da es nach seiner Mama ruft.

  • Planen Sie unbedingt ein, dass die ersten paar Nächte unruhig werden können. Schenken Sie ihrem Kitten Nähe und Geborgenheit. Richten Sie kuschelige Plätze in Ihrer Nähe ein. Denken Sie bitte daran, dass keine Katze gerne alleine ist. Sperren Sie auf keinen Fall ein trauerndes Kätzchen weg. Um den Übergang von der bekannten Umgebung beim Züchter und der neuen Familie zu erleichtern, geben wir Ihnen eine Kuscheldecke mit den gewohnten Geruch von den Wurfgeschwistern und der Katzenmama mit. Nutzen Sie diese und platzieren Sie die kleine Kuscheldecke in den Körbchen, wo das kleine Kitten die Nächte verbringen soll.

  • Unabhängig vom Alter einer Katze, lieben es alle kleinen und großen Vierbeiner mit ihren Lieblingsmenschen zu spielen. Dabei geht es nicht darum z.B. einen Ball zur Verfügung zu stellen sondern miteinander aktiv zu spielen. Planen Sie in Zukunft Zeit in Ihrem Tagesablauf zum spielen ein.

Lassen Sie die kleine Fellnase an den Tagesablauf teilhaben...

Ein kleines Kitten ist Ihr neues Familienmitglied und sollte an Ihrem Familienleben teilhaben. Durch klare Tagesstrukturen und Abläufe bekommt ein Kitten Sicherheit und kann sich an Fütterungszeiten, Ruhezeiten und Spielzeiten orientieren und weiß, wann es mit Aufmerksamkeiten zu rechnen hat.

Nach einer gelungenen Eingewöhnungszeit wird sich Ihr Stubentiger selbstsicher in seiner neuen Umgebung bewegen und Ihnen viel Freude bereiten.

Eine zweite Katze zieht ein

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben eine zweite Katze zu kaufen, dann stellt sich spätestens jetzt die Frage, wie Sie ihre bereits bei Ihnen lebende Katze auf den Neuzugang vorbereiten können und wie gelingt eine Katzenzusammenführung am Besten?!?

Wir empfehlen Ihnen sich Gedanken über folgende Fragen zu machen:  

  • Wie wird Ihre Katze auf das kleine Kitten reagieren? Sie kennen Ihre Katze am besten und sollten versuchen, Ihre Katze einzuschätzen, ob es eventuell zu Komplikationen kommen könnte.

  • Wie sollte das erste kennenlernen der beiden Katzen stattfinden?

Im folgenden möchten wir Ihnen Tips zur Vergesellschaftung zweier Katzen geben. Sie beruhen auf unsere eigenen Erfahrungen und sind immer vom Charakter beider Katzen abhängig. Deshalb können wir kein Patentrezept sondern nur Anregungen hierfür geben.

Wichtig zu Wissen:

  • Der Lebensraum einer Katze ist ihr Revier, dass heißt Ihre Wohnung ist das Revier Ihrer Wohnungskatze.

  • Katzen markieren ihr Revier mit ihren Duftstoffen indem sie ihren Kopf bzw. Kinn an Gegenständen; Ecken Kratzbäumen etc. reiben.

  • Die menschliche Nase nimmt diese Duftstoffe nicht wahr.

  • Das Markieren des Reviers dient der Kommunikation und soll einer anderen Katze mitteilen „Hier wohne ICH!“.

  • Sie haben sich sicherlich Gedanken um eine zweite Katze gemacht und möchten mit guten Absichten Ihre Erstkatze vergesellschaften. Ihre Erstkatze sieht aber nicht Ihre gute Absichten sondern im ersten Moment nur, dass eine andere Katze in ihr Revier eindringt.

  • Je nach dem was für ein Typ Ihre Erstkatze ist, wird sie entweder Neugierig auf die neue Katze zugehen oder ihr Revier verteidigen.

  • Fast bei jeden Kennenlernen gibt es ein wenig gefauche, geknurre und eventuell mal einen Pfoten hieb aber diese Verhaltensweisen sollen klären, wer der Chef im Hause ist.

Katzenzusammenführung ist ein Balanceakt

Sie müssen sich in der kommenden Eingewöhnungszeit viel Zeit nehmen und versuchen beiden Katzen gerecht zu werden. Zum einen benötigt ihr Neuzugang Ihre Zuwendung und Aufmerksamkeit um sich in das neue Zuhause einzugewöhnen und zum anderen, müssen Sie ihrer Erstkatze genügend Aufmerksamkeit sowie Streicheleinheiten schenken, damit sie nicht Eifersüchtig wird.

Mit bedacht den Raum für die neue Katze aussuchen...

Überlegen Sie im Vorfeld in welchen Raum Ihr neues Familienmitglied einziehen soll. Wählen Sie einen Raum aus, welcher keine wichtige Rolle für Ihre Erstkatze spielt bzw. wo sich Ihre Erstkatze am wenigsten aufhält. Außerdem sollte es nicht das Zimmer von dem Lieblingsmenschen Ihrer Erstkatze sein, dies könnte zu Spannungen führen. Bitte bereiten Sie für den Einzug des neuen Kätzchens alles vor, richten den Raum mit einen Schlafplatz, einer Katzentoilette sowie mit einen Futterplatz mit Futter und frischen Wasser ein, damit Sie sich um diese Sachen nicht kümmern müssen, wenn das Kitten Zuhause eintrifft.

Eine wichtige Entscheidung treffen...

Sie müssen unbedingt überlegen, wer sich um welche Katze kümmert. Je größer die Familie ist, desto unübersichtlicher ist es für ein neues Kätzchen. Es ist ganz natürlich, dass die Freude riesig ist und denn das kleine Kitten wird so niedlich sein und alle möchten es am liebsten auf den Arm nehmen, mit ihn kuscheln und mit ihn spielen. Aber...

Versetzen Sie sich bitte in die Lage der beiden Katzen:

  1. Für das neue Kätzchen ist der Einzug in seine neue Familie und neue Umgebung mit sehr viel Aufregung verbunden. Es ist das erste Mal von seiner Katzenmama, den Geschwistern und der gewohnten Umgebung getrennt und muss nun ein Leben in eine fremde Umgebung, mit fremden Menschen starten.

  2. Für ihre Erstkatze beginnt nun ebenfalls ein neuer Lebensabschnitt. Sie ist nicht mehr die einzige Katze im Haushalt sondern muss sich die Aufmerksamkeit mit einer anderen, jüngeren Katze teilen.

Wichtig: Beide Katzen benötigen einen „Freund“ an ihrer Seite, der ihnen die benötigte Aufmerksamkeit sowie Streicheleinheiten geben.

Ihre Erstkatze wird eine Bezugsperson bzw. Lieblingsmenschen haben. Derjenige muss sich unbedingt nach wie vor für die Erstkatze Zeit nehmen, damit sich Ihre Erstkatze keine Sorgen um ihre Stellung in der Familie machen muss. Ein anderes Familienmitglied oder eventuell ein Freund sollte sich um ihr neues Familienmitglied kümmern und sich während der Eingewöhnung um das Kitten kümmern.  

Schenken Sie ihrer Erstkatze viel Aufmerksamkeit

  • Sobald eine neue Katze Ihre Wohnung betreten hat, wird Ihre Erstkatze dieses sofort wahrnehmen. Katzen sind hochsensible Tiere und ihre Sinne werden Ihnen sofort verraten, dass etwas anders ist. Sie spürt Ihre Angespanntheit, Aufregung, Vorfreude, nimmt neue Gerüche wahr etc. Bei Ihrer Erstkatze werden alle Alarmglocken klingeln und sie wird versuchen die neue Katze, „ den Eindringling“ ausfindig zu machen.

  • Schenken Sie ihrer Erstkatze Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten und zeigen Sie ihr, dass alles in Ordnung ist. Je entspannter Sie sind, desto entspannter wird auch Ihre Erstkatze sein.

  • Ein großer Fehler wäre jetzt Ihre Erstkatze zu vernachlässigen und der neuen Katze zu bevorzugen.

  • Ihre Erstkatze wird immer zuerst begrüßt, gestreichelt, gefüttert. Sie bekommt Ihre volle Aufmerksamkeit. Ihre Erstkatze ist „die Königin bzw. der König“ und es werden Ihre Wünsche erfüllt. Denn nur wenn sich Ihre Erstkatze sicher sowie angenommen fühlt, muss sie nicht um ihre Stellung kämpfen.

Streitigkeiten und Eifersucht vermeiden

Schaffen Sie bitte für die neue Katze eigenes Zubehör an, damit Ihre Erstkatze nicht ihre Sachen teilen bzw. verteidigen muss, außerdem hat sie ihr Katzenzubehör bereits ausgiebig mit ihren Duftstoffen markiert. Jede Katze sollte ihre eigenen Futternäpfe, Schlafplätze, Katzentoiletten, Kratzmatten bzw. Kratzmobilar, Katzenspielzeug und Katzenbürste etc. haben. Neu angeschafftes Katzenzubehör hat außerdem den Vorteil, dass es vom Geruch neutral und nicht markiert ist und so von beiden Katzen neu entdeckt werden können.

Katzen-Eifersucht richtig deuten

Es gibt mehrere Formen von Eifersucht bei Katzen:

  1. Stille Eifersucht: Sie zieht sich zurück, versteckt sich oder nimmt eine beobachtende, lauernde Position ein.

  2. Futterverweigerung: Die Katze verschmäht ihr Futter.

  3. Unsauberkeit: Die Katze geht nicht mehr auf die Katzentoilette  und verrichtet ihre Geschäfte in der Wohnung.

  4. Konfrontation: Die Katze greift Sie oder die andere Katze an. Sie wird aggressiv und zerkratzt Möbel, Tapeten o.ä.

Wie schnell das Vergesellschaften zweier Katzen funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  1. Gleiches Temperament vereinfacht die Zusammenführung zweier Katzen. Es ist einfacher zwei ruhige Katzen bzw. zwei temperamentvolle Katzen miteinander zu vergesellschaften. Gleich und Gleich gesellt sich gerne. Unterschiedliches Temperament kann zu Komplikationen führen z.B. kann eine ruhige Katze von einer temperamentvollen Katze schnell genervt sein und es kann leichter zu Streitigkeiten kommen.

  2. Die Chemie muss zwischen den Katzen stimmen. Katzen haben eine hochsensible Nase mit der sie die Duft- bzw. Botenstoffe einer anderen Katze hervorragend wahrnehmen kann. Vom Eigengeruch hängt es ab, ob sich zwei Katzen „gut riechen“ und somit gegenseitig akzeptieren können.

  3. Je jünger eine Katze ist, desto leichter ist die aneinander Gewöhnung. Kitten kennen das Zusammenleben mit ihren Wurfgeschwistern und so sind sie offen anderen Katzen gegenüber.

  4. Wenn Ihre Erstkatze bereits mit einer anderen Katze zusammen gelebt hat und z.B. durch einen Schicksalsschlag ihren Partner verloren hat, dann wird sie höchst wahrscheinlich tolerant einer anderen Katze gegenüber sein. Je besser eine Katze sozialisiert ist, desto besser bzw. schneller können Katzen miteinander vergesellschaftet werden.

  5. Je länger Ihre Katze alleine gelebt hat, desto schwieriger und länger wird die Zusammenführung dauern. Ihre Erstkatze ist die „Alleinherrscherin“ in ihrem Revier und wird nur sehr schwer eine andere Katze akzeptieren.

  6. Je älter eine Katze ist, desto wichtiger ist die richtige Wahl einer anderen Katze. Sie sollten unbedingt das Alter und Temperament Ihrer Erstkatzen berücksichtigen. Je ähnlicher sich die beiden Katzen sind, desto leichter wird es beiden Katzen fallen einander zu tolerieren bzw. akzeptieren und Freundschaften einzugehen.

  7. Nicht alle Katzen können vergesellschaftet werden. Es gibt Katzen, die lieber alleine sind und keine andere Katze benötigen um Glücklich zu sein.

  8. Wenn eine Katze von Anfang an extrem aggressiv gegenüber ihres Artgenossen ist, dann sollte man eine Vergesellschaftung abbrechen bevor etwas schlimmes passiert. Denn mit einer Vergesellschaftung bestrebt man etwas gutes und möchte in Zukunft nicht in Angst und Schrecken Leben.

Die ersten Tage

Ihre Erstkatze wir Neugierig sein und die Anwesenheit des Neuzugangs spüren und das neue Kätzchen muss sich an ganz viele neue Eindrücke gewöhnen.

Gönnen Sie allen Beteiligten genügend Zeit:

  1. Der neuen Katze: um sich einzugewöhnen, die neue Umgebung, die neuen Gerüche, Stimmen und Geräusche kennen zu lernen.

  2. Ihrer Erstkatze: um sich an die neue Situation zu gewöhnen, neue Gerüche wahrzunehmen.

  3. Sich selber: um sich von der Autofahrt nach Hause zu entspannen, Kraft zu schöpfen, weil der Kitten-Kauf aufregend war und sie sich nun auf einen neuen Lebensabschnitt mit zwei Katzen freuen.

1. Tip

Tür geschlossen halten

  • Lassen Sie Ihrer neuen Katze unbedingt genügend Zeit um den ihr zugewiesenen Raum kennenzulernen. Sie sollte sich selbstsicher und frei im Raum bewegen, Verstecke kennen lernen und sich an die neuen Lebensumstände gewöhnt haben.

  • Ihre Erstkatze wird sich dem Raum nähern, um den Geruch der anderen Katze wahrzunehmen und am der unteren Türspalte schnüffeln. Es kann sein, dass sie zu knurren und zu fauchen anfängt. Der Lieblingsmensch von Ihrer Erstkatze hält sich in der Nähe der Katze auf, streicheln Sie ihre Katze und reden Sie ruhig auf sie ein. Signalisieren Sie ihr, dass alles in Ordnung ist. Unbedingt die Tür geschlossen halten!

  • Beobachten Sie die Reaktionen und die Körpersprache der beiden Katzen. Beide Katzen müssen unbedingt entspannt an der Tür sein, bevor der nächste Schritt erfolgen kann. Es kann einige Zeit bzw. Tage dauern, bis sich die Anspannung gelegt hat. Diese Zeit müssen Sie unbedingt aushalten. Die Katzen geben das Tempo vor!

  • Revier Tausch: Wenn die Katzen entspannt wirken, dann können Sie ihre alteingesessene Katze zum „schnüffeln“ in das Zimmer Ihrer neuen Katze lassen. So können sich die Katzen gegenseitig schon mal „kennenlernen“ und sich an den Geruch der anderen Katze gewöhnen. Nach einiger Zeit kehren die Katzen in das „eigene Reich“ zurück. Bitte achten Sie darauf, dass es zu keinen direkten Kontakt zwischen den beiden Katzen kommt.

2. Tip

Sichtkontakt bieten

  • Es gibt im Handel spezielle Gittertüren zum einspannen in den Türrahmen. Wer handwerklich geschickt ist, kann sich eine Trenntür selber bauen und einsetzen. Eine Trenntür bietet zum einen Sichtkontakt beider Katzen und zum anderen Schutz, falls eine Katze zu schlägt.

  • Beobachten Sie wieder die Reaktionen und die Körpersprache der beiden Katzen. Beide Katzen müssen unbedingt entspannt auf ihrer Seite der Tür sein, bevor der nächste Schritt erfolgen kann. Es kann wieder einige Zeit bzw. Tage dauern, bis sich die Anspannung gelegt hat. Diese Zeit müssen Sie unbedingt aushalten. Die Katzen geben wieder das Tempo vor!

3. Tip

Kontakt zueinander

  • Nach ein paar Tagen werden sich die Katzen aneinander gewöhnt haben, den Geruch des anderen kennen und die andere Katze als keine Bedrohung sehen. Wenn beide Katzen entspannt wirken, können Sie erste Kontaktaufnahme durch ein gemeinsames Spiel lenken.

  • Nehmen Sie hierzu ein neutrales Spielzeug wie z.B. eine Spielangel und beginnen Sie ein Spiel indem Sie Kontaktmöglichkeiten für die beiden Katzen schaffen. Sie sind der Spielführer und lenken das Spiel. So lange die Katzen entspannt sind ist es gut.

  • Beenden Sie das Spiel und beobachten Sie beide Katzen, wie sie sich nach dem Spiel verhalten. Seien Sie entsannt und signalisieren Sie, dass alles in Ordnung ist.

  • Wirkt eine Katze angespannt, dann beenden Sie sofort die Zusammenführung und wiederholen Sie das gemeinsame Spiel am nächsten Tag.

  • Das erste persönliche Kennenlernen der beiden Katzen sollte positiv bestärkt werden. Belohnen Sie beide Katzen mit einen Leckerli bzw. Streicheleinheiten.

Körpersprache richtig deuten: Ernsthafter Kravall deutet sich meistens immer durch angespannte Körperhaltung, aufgestellte Barthaare sowie starren Blickkontakt und laute Heulgeräusche an. Beobachten Sie beide Katzen unbedingt und seien Sie aufmerksam. „Erstarrt“ eine Katze, dann müssen Sie unbedingt eingreifen und die Katzen aus der Situation holen, durch zum Beispiel

  • ein lautes Geräusch oder

  • eine Ablenkung durch einen Spielversuch mit einer langen Spielangel.

WICHTIG

Kommt es zu einem Kampf zwischen beiden Katzen dann dürfen Sie niemals eingreifen. Katzen sehen nur noch den Rivalen und werden nicht mehr zwischen Katze und Mensch unterscheiden.

Sie sollten immer eine Decke in Ihrer Nähe haben, die Sie im Notfall über die streitenden Katzen werfen könnten um einen Kampf zu entzerren und nicht selber in die Konfrontation zu geraten.

Falls Sie von einer Katze verletzt werden sollten, müssen Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, da die Wunde professionell gereinigt werden muss, da das Keimspektrum im Katzenspeichel weit gefächert ist und es zu schweren Entzündungen kommen kann.

4.Tip

Neutrales Katzenzubehör

Wie bereits schon erwähnt, kann es Hilfreich sein, wenn man den Katzen neues Katzenzubehör wie z.B. einen Spielkarton, Kratzbaum, Ball etc. anbietet, da noch keine Besitzansprüche durch Reviermarkierung am neuen Katzenzubehör von einer Katze stattgefunden hat.

5.Tip

Neue Eindrücke machen hunger

Besorgen Sie das Lieblingsfutter Ihrer Erstkatze und nehmen Sie unbedingt für Ihr neues Kätzchen das empfohlene Kittenfutter und stellen Sie zwei Futternäpfe in einen Abstand von ca. einem Meter auf, so dass ein guter Blickkontakt der beiden Katzen möglich ist. Futter kann angespannte Gemüter beruhigen. Seien Sie entspannt auch wenn das Kitten das Futter von Ihrer großen Katze frisst und umgekehrt. Schlimmstenfalls bekommt das neue Kätzchen Durchfall. Von Tag zu Tag können Sie die Futternäpfe dichter zusammen stellen. Wichtig ist, dass es nicht zu Futterneid kommt. Wenn Sie Abends zur Nachtruhe die Katzen trennen, dann stellen Sie beiden Katzen Futter zur Nachtruhe hin, damit die Futteraufnahme gewährleistet ist und jede Katze in Ruhe und ohne Stress fressen kann.

Wichtig: Es kann sein, dass Ihr neues Kätzchen in den ersten Tagen kaum oder auch gar nicht frisst, weil die gesamte Situation für das kleine Gemüt zu viel ist. Bieten Sie ihrer neuen Fellnase unbedingt ständigen Futter- sowie Wasserzugang an. Das Kätzchen wird wenn es Hunger bzw. Durst verspürt, kleine Mengen Katzenfutter bzw. Wasser zu sich nehmen. Wenn es die komplette Wasser- bzw. Futteraufnahme verweigert ist Handlungsbedarf nötig. Suchen Sie bitte einen Tierarzt auf und lassen Sie die Ursache abklären.

6.Tip

Entspannung tut so gut...

Die meisten Katzen sind in der Eingewöhnungszeit angespannt. Sie müssen viele neue Eindrücke verarbeiten. Bieten Sie ihren Katzen Zeit zum entsannen an, indem Sie ihren Katzen ein Katzen-Minze-Kissen oder Katzen-Baldrian-Kissen anbieten. Die meisten Katzen nehmen diese Kissen sehr gerne an. Als Ergänzung könnten Sie für die Zeit der Katzenzusammenführung einen Entspannungsduft-Zerstäuber für Katzen im Fachhandel kaufen und in der Wohnung installieren.  

7.Tip

Security

  • Sie nehmen die Rolle der Security ein und kontrollieren und beobachten das Verhalten beider Katzen.

  • Lassen Sie auf gar keinen Fall die beiden Katzen alleine.

  • Selbst wenn alle beteiligten Katzen während der Zusammenführung friedlich und entspannt waren, dann sollte man die beiden Katzen über die Nacht wieder separieren, damit beide Katzen über die Nacht entspannen und Kraft schöpfen können.

Wir wünschen Ihnen und allen Beteiligten viel Spass in der bevorstehenden, aufregenden Zeit und möge Ihnen eine unkomplizierte Katzenzusammenführung gelingen.